Next Age of Fantasia

Eine Fantasywelt der Magier, Engel und Dämonen
 
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 Wanderpfade

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Latarius
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BeitragThema: Wanderpfade   Di Feb 16, 2010 11:06 am

Erklärung bitte rein edittieren oder mir per ENS schicken.
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Auris
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Fr Feb 19, 2010 12:30 am

Er spürte harte und federnde Gegenstände auf ihn einpeitschen und traute sich noch nicht, die Augen wieder zu öffnen, bis er hart auf dem Boden aufkam - wenn auch nicht so hart, wie er nach einem Sturz aus dieser Höhe erwartet hätte.
Was war hier passiert? Wo war er? Die Geräusche, die Temperatur... etwas hatte sich verändert...
Als er die fest zusammengekniffenen Augen daraufhin wieder öffnete, fand er sich auf moosartigem Boden wieder und setzte sich mühsam auf.
Er befand sich in einem Wald, der so dicht war, dass er nichtmal einen Fitzel des Himmels erkennen konnte. Außerdem waren unheimliche Geräusche zu hören und er stand schnell wieder auf. Neben einigen Abschürfungen und blauen Flecken schien er sich jedoch nichts getan zu haben.
Dann aber wurden die Geräusche lauter, schienen auf ihn zuzukommen und schon bald hörte er Rascheln ganz in seiner Nähe im Gebüsch.
Auris sah in diese Richtung und griff an seinen Gürtel, an dem ein reich verzierter Dolch mit Elfenbeingriff steckte.
"Wer ist da? Zeig dich!" rief er, doch als er den unheilvollen Schrei des 'etwas' hörte, das da auf ihn zukam und eine schwarze Kralle sah, zog er seine Waffe und hielt dem Wesen die Klinge entgegen.
Der Wald war so dicht, dass er nicht einfach weglaufen konnte und wäre er gelaufen oder hätte um Hilfe geschrien, hätte das vielleicht noch mehr dieser Kreaturen angezogen.
Als das Wesen ihn angriff, versuchte er, den Klauen der humanoiden, wolfsähnlichen Kreatur auszuweichen und es irgendwie mit seinem Dolch zu verletzen, wozu er aber nah an das Wesen herankommen musste.
Er versuchte, es am Rücken zu erwischen und konnte ihn auch einen tiefen Schnitt in der Seite verpassen, auf den es aber mit einem harten Schlag konterte, der Auris erstmal zurückschleuderte.
Das Wesen schrie schmerzvoll auf und hielt sich die Seite. Es schien jetzt umso wilder und wütender zu werden und Auris bemühte sich um Ruhe, aber der Schlag hatte ihn gegen einen Baumstamm geschleudert und er bekam gerade schlecht Luft.
Trotzdem kämpfte er sich wieder auf die Beine und streckte dem Wesen seinen Dolch entgegen. Wenn er es nicht schaffte, würde es ihn töten, also durfte er sich seiner Schwäche jetzt nicht hingeben!
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Fynn
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Fr Feb 19, 2010 12:46 am

Ja, wenn sie ehrlich war, dann hatte sie regelrecht darum gebettelt, eine der unbeliebtesten Schichten, die es zu verteilen gab, zu bekommen. Niemand ging gern alleine in dem Wald, es war unsicher, es war gefährlich und eigentlich kam man niemals weit, brachte aber immer den schalen Nachgeschmack des eigenen Versagens mit, wenn man vor dem floh, was die Erde hier an Kreaturen ausspuckte.
Aber heute wollte sie es einfach nur dazu nutzen, ein wenig von der trügerischen Ruhe, die hier über den Bäumen hing, zu genießen. Ein paar Augenblicke ungestört sein, nicht ständig mit den eigenen Gedanken belastet, die schwer wie Blei über einem hingen. Und manchmal, wenn man diese Gegend betrat, ohne Streit im Herzen zu suchen, dann wandte er sich auch von einem ab.
Und verdammt, es funktionierte, zumindest so lange, bis Lärm an ihr Ohr drang, der eindeutig war. Sehr eindeutig. Sie mochte mit friedlichen Absichten gekommen sein, aber jemand anderes hatte offensichtlich Ärger gefunden und konnte nun wohl nicht damit umgehen.

Sie seufzte. Einen Moment lang in dem verführerischen Gedanken, es zu ignorieren, ehe die Pflicht mit eisernem Handschuh an ihr Gewissen klopfte und es zur Vernunft zwang.
Schnell, die Finger fest um den Griff der bereits gezogenen Waffe geschlossen, durchquerte sie das Dickicht. Und war, als sie sah, welches Bild sich ihr bot, froh, nicht der Versuchung nachgegeben zu haben.
Große Worte waren nicht angebracht und seit wann verdiente diese Brut eine Vorwarnung? Der Junge diente immerhin noch dazu, den Werwolf abzulenken, ehe sie nach vorne schnellte, um ihm, mit einer einzigen, flüssigen Bewegung, den Kopf abzutrennen. Ein dumpfer Laut, als der pelzige Leib und sein nutzloser Rest auf den Waldboden fielen und dann war Stille.
Zeit, sich dem Jungen zuzuwenden.

„Was zum Teufel treibst du hier?“ Die erste, die wichtigste Frage, die über ihre Zunge glitt. Er war nicht annähernd für einen Aufenthalt im Wald gekleidet, er war lächerlich bewaffnet und etwas, das wohl mit Sicherheit die pure Angst gewesen sein musste, hatte sein Gesicht so weiß wie seine
Haare gefärbt. „Bist du wahnsinnig?“ Wer immer die Eltern waren, sie gehörten verprügelt. Wirklich. „Bist du verletzt?“ Ein wenig versöhnlicher. Aber nichtsdestotrotz immer noch in einem Tonfall, der einem Befehl gleichkam.
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Auris
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Fr Feb 19, 2010 1:03 am

Auris sah nur, wie etwas Zweites aus dem Dickicht sprang und in einer fließenden, fast schon anmutigen Bewegung, dem Wesen den Kopf abtrennte.
Stille.
Er schluchte erst und nahm den Dolch noch nicht sofort herunter, da er nicht wusste, wer die Fremde war.
Doch ihre Worte klangen nicht danach, als wäre sie ihm feindlich gesinnt und spätestens als sie ihn fragte, ob er verletzt sei, fasste er langsam Vertrauen und senkte seinen Dolch.
"Danke Mylady... ich stehe in Eurer Schuld." sagte er atemlos, ließ sich auf die Knie sinken und stützte sich mit den Händen ab.
Mit einem leicht erstickt klingenden Husten, kam er langsam wieder zu Atem und die weißen Haare fielen ihm ins Gesicht, als er auf den Boden vor seinen Knien sah. Das Haarband, das er getragen hatte, um die längeren Strähnen zurückzuhalten, hing jetzt wahrscheinlich irgendwo im Gestrüpp über ihm.
"Wo bin ich hier..?" fragte er dann, als er sich wieder auf die Beine stellte und das Blut von seinem Dolch schüttelte, bevor er ihn zurück an seinen Gürtel steckte.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Fr Feb 19, 2010 1:41 am

Den Dolch ignorierte sie, denn weder die Waffe an sich, noch der Träger selbst, stellten etwas dar, was wirklich gefährlich wirkte. "Das kann man wohl so sagen." Trocken war der Tonfall, aber er gewann langsam an Freundlichkeit, gerade in dem Moment, in dem er auf die Knie sank.
Das Schwert zurücksteckend, ging sie vor ihm in die Hocke, echte Sorge auf den Zügen. "Du hattest wirklich Glück, Junge." Nein, lange hätte er sicherlich nicht mehr durchgehalten. Es war ein durchaus guter Tag für einen jungen Narren, irgendjemand musste schützend die Hand über ihm halten. Wer auch immer er war, denn das Gesicht sagte ihr nichts und eigentlich kannte sie zumindest jeden, der in der Siedlung lebte, vom Sehen. Fremde waren eine ungemein seltene Angelegenheit, der Letzte war vor Jahren hierher gekommen und immer noch ohne Erinnerung an sich selbst oder das, was ihn hierher gebracht hatte.

"Das hier ist der Düsterwald und, wenn ich das bemerken darf, der falsche Ort für jemanden wie dich." Nur, damit er es auch endlich selbst einmal bemerkte. "Wo sind deine Eltern?" Oder irgendjemand anderes, der ihm Schutz bieten konnte. Es erschien ihr unmöglich, dass er es alleine bis hierher durch den Wald geschafft haben sollte. Das wäre nicht einmal mit mehr Glück als Verstand möglich gewesen, irgendetwas hätte ihn sicherlich entdeckt und als leichte Beute erledigt.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Fr Feb 19, 2010 3:04 am

Auris nickte zustimmend. Dass er Glück hatte, ließ er sich nicht zweimal sagen, aber WAS ihn da gerettet hatte und vorallem bevor er hier aufgetaucht war...
Auris hielt sich den Kopf. Er fühlte sich schwindelig, was nicht nur vom Kampf allein herrühren konnte. Es war, als wäre er geistig ausgelaugt, als hätte er viel Energie für etwas aufwenden müssen - für den 'Weg' hierher wahrscheinlich.
Er hatte seinen Vater schon öfters aus dem Nichts irgendwo auftauchen sehen und wusste, dass einige Magier dies konnten, aber dass es ihm gelingen würde? Wahrscheinlich lag es daran, dass er in Todesgefahr nicht lange überlegt hatte und einfach instinktiv das getan hatte, was sein Leben gerettet hatte, nämlich sich an einen anderen Ort zu befördern. Aber der Düsterwald? Er wusste nur, dass es ganz im Süden Fantasias ein großes bewaldetes Gebiat gab, das seines Wissens nach abr nicht bewohnt und auch nicht bewohnbar war.
Während sich seine Gedanken überschlugen, hagelten die Fragen seiner Retterin auf ihn ein und er musste sich erstmal ordnen, bevor er antworten konnte.
"Ich komme aus dem Königreich Viridian, im Norden des Hauptkontinents." antwortete er.
"Meine Familie lebt auch dort. Bitte entschuldigt die Umstände... ich.. weiß selbst nicht, wie das passieren konnte! Könnt Ihr mir vielleicht sagen, wie ich zurück nach hause komme?" fragte er hoffnungsvoll an die Dame gewandt.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   So Feb 21, 2010 1:17 am

Je länger sie ihm gegenüberstand, desto klarer wurde der Fakt, dass sie ihn auf jeden Fall erst einmal mit in die Stadt nehmen musste, ganz gleich, wie nah seine Familie oder der Rest seiner Reisegruppe - sie ging stillschweigend erst einmal davon aus, dass so etwas existierte - auch waren. Diesen Abartigkeiten der Natur war alles zuzutrauen. Einer der Heiler sollte ein Auge auf ihn werfen, besser einmal falschen Alarm auszulösen, als einmal etwas wirklich Wichtiges zu übersehen.

"Viridian? Im Norden?" Stimme und Haltung wurden mehr als skeptisch, die rechte Augenbraue der jungen Frau wanderte nach oben. "Im Norden ist nichts und das ist ein Königreich, von dem ich meinen Lebtag noch nichts gehört habe." Ersteres war nur stumm befolgte Doktrin, zweiteres war eine Tatsache.
Sicher, sie gingen davon aus, sie hofften, dass irgendetwas dort sein musste, mehr Städte, mehr Menschen, nicht einfach nur ein weiterer, langer Kontinent voller Dämonen und anderen Schöpfungen der Dunkelheit, die sich aus jeder Ritze, welche die Erde spaltete, nach oben krochen.

"Du weißt nicht, wie du hierher kommen konntest?" Entweder log er sie an, hatte eine blühende Phantasie und niemand hatte ihm bis jetzt den Mund verboten oder aber hier webte jemand ein Netz, um ihre Sinne so gründlich zu verwirren, dass sie die Falle, die eigentlich gestellt war, übersah. Unwillkürlich zuckte die Schwerthand längst wieder in die Richtung des Griffes, an dessen Ende ein Problemlöser saß, mit dem nichts anderes mithalten konnte. "Nein, ich kann dir, was das angeht, nicht weiterhelfen, Junge, weil ich, wie gesagt, noch nie etwas davon gehört habe. Wie bist du hier her gekommen? Beschreib mir das genau." Ein falscher Satz, etwas, das ihr Misstrauen wecken würde und sein Kopf würde schneller den Platz neben dem stinkenden Kadaver auf dem Waldboden finden, als er 'Aber' sagen konnte.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mo Feb 22, 2010 12:03 am

Auris weitete erschrocken die Augen, als ihm die Fremde, die sich immernoch nicht vorgestellt hatte, sagte, dass sie Viridian nicht kenne und im Norden nichts existierte. Wo war er hier gelandet? Was das doch nicht der Düsterwald? Aber er musste es sein, das hatte die Fremde ihm sogar schon bestätigt!
Er ließ sie erst einmal ausreden und bemerkte, wie ihre Hand in Abwehrhaltung zu ihrem Schwertgriff zuckte. Auris achtete auf so etwas, er war der Krieger in seiner Familie.
Jetzt sollte er vielleicht lieber nicht zu viel verraten.
"Ich... ich weiß nicht, ich bin gefallen... ich weiß nur, dass ich fiel und als ich zu mir kam, war da dieses Biest, das mich angriff und ich musste mich verteidigen!
Was war das eigentlich? Gibt es..." er schluckte nervös, "gibt es hier mehr davon?" fragte er und sah sie erwartungsvoll an.
Er hoffte, dass sie verneinen würde, konnte sich aber irgendwie schon rein anhand ihrer Übung im Kampf mit der Kreatur herleiten, dass dem nicht so war und sie hier oft damit zu tun hatten.
"Würde... es euch etwas ausmachen, wenn ich mich euch anschließe, bis ich einen sicheren Ort gefunden habe, an dem ich vorerst bleiben kann? Ich will nicht betteln, ich werde tun, was in meiner Macht steht, eu nicht zur Last zu fallen!" sagte er sofort und hoffte, dass er nicht gleich wieder allein dastehen würde. Noch einen solchen Angriff würde er allein wohl nicht überleben.
"Mein Name ist Auris Aerion de Viri-.. Auris, einfach nur Auris bitte." nickte er und streckte ihr seine Hand entgegen.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mo Feb 22, 2010 12:20 am

Im Stillen schalt sie sich eine Närrin. Eine überreagierende Närrin. Vielleicht war er wirklich einfach nur verwirrt. Sicher, er sah aus wie ein junger Erwachsener, jemand, der die Schwelle zwischen Kind und Mann langsam überschritt, aber er benahm sich viel, viel jünger. Und sollten nicht gerade sie als Templer gelernt haben, dass man sich nicht immer vom äußeren Schein täuschen lassen durfte? Wenn es wirklich nur eine Farce war, dann würde es in einer Umgebung auffallen, in der genug Menschen bewaffnet und bereit zu töten waren. Und so dumm war bis jetzt in der Geschichte dieses ewigen Krieges keiner der Dämonen gewesen. Wirklich nicht.
"Ein Werwolf." Die Schwerthand entspannte sich, genau wie der Rest ihrer Haltung. "Der ganze Wald ist voll davon und ehrlich gesagt, ist das nicht einmal das Schlimmste, was dir passieren kann." Nein. Es war ein nettes Mittelding. Alles andere hätte ihn wahrscheinlich auf der Stelle in Fetzen gerissen.

"Nein, ganz im Gegenteil. Das wäre ein Vorschlag gewesen, denn ich dir so oder so unterbreitet hätte." Oder notfalls auch einfach durchgesetzt, weil es ihrer beider Sicherheit mehr als nur dienlich war, wenn sie anfangen würden, sich von hier zu entfernen. Es stank nach Blut und Tod, eine Mischung, die anziehend auf Dinge wirkte, die er hier nicht aus der Nähe würde sehen wollen. Absolut und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht.

Ihre Lippen verzogen sich zu einem warmen Lächeln, ehe sie dem Impuls folgte und seinen Kopf kurz tätschelte. "Mach dir keine Gedanken darüber, ob du mir zur Last fällst oder nicht, schließlich ist es meine Pflicht, auf dein Wohl zu achten." Er war hilflos und sie die Kriegerin, keine weiteren Fragen, nur Handeln. "Folge mir aus dem Wald, ich werde dich in die Siedlung bringen, wo einer der Heilkundigen einen Blick auf dich werfen wird und dann werden wir weiter sehen."
Das sollte ihm eigentlich entgegenkommen und seinen Wünschen zumindest ansatzweise entsprechen. "Auris also. Mein Name ist Fynn. Erfreut, deine Bekanntschaft machen zu können." Wer oder was er auch immer war. Und während sie noch sprach, drückte sie ihm die Hand in den Rücken, um ihn sanft, aber bestimmt in die Richtung zu leiten, in der ein sicherer Ort für ihn lag.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mo Feb 22, 2010 1:50 am

Auris atmete hörbar aus, als Fynn sich wieder entspannte und er keine Gefahr mehr von ihrer Seite befürchten musste.
Wieder hörte er ihr still zu und nahm die Fakten ihrer Worte schnell auf, versuchte, sie sich gut einzuprägen:
Einen Werwolf, nannte man das Wesen, das ihn angegriffen hatte und es gab viele davon, der Wald war also eine sehr gefährlich Gegend und wahrscheinlich war Fynn hier so etwas wie die Palastwache in Viridian - jemand, der für Ordnung sorgte und einschritt, wenn Unschuldige irgendwo angegriffen worden.
Da Auris die Aufgaben der Palastwachen sehr ernst nahm und ihnen dafür dankbar war, übertrug er diese Dankbarkeit und Bewunderung auch rasch auf Fynn, die ihm weiter ausführend erklärte, dass es hier eine Siedlung und Heiler gäbe.
Auf diese erlösende Information hin, breitete sich auch im Gesicht des Jungen ein zaghaftes Lächeln aus, bevor sie ihm ihre Hand auf den Rücken legte und ihn mit sich in eine Richtung schob.
Auris setzte sich auch gleich in Bewegung, freute sich sogar noch mehr, als sie sich vorstellte und er ihrem Gesicht auch endlich einen Namen zuordnen konnte, den er sich gut merken würde.
"Die Freude ist ganz meinerseits! Ohne dich wäre ich nicht mehr hier, also... danke Fynn." sagte er leise, während sie weitergingen. Denn er hatte das Bedürfnis, ihr seine Dankbarkeit zu zeigen, dafür dass sie ihn gerettet hatte und jetzt auch noch so freundlich war, ihn in die nächste Siedlung zu begleiten.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mo Feb 22, 2010 2:05 am

Es war ein wenig viel Begeisterung für etwas, dass für sie schlicht alltäglich war und so begann sie sich doch ein kleines bisschen unwohl in ihrer Haut zu fühlen und war wirklich, wirklich erleichtert, dass sie ihn nahezu vor sich herschob und er die leichte Röte, die ihre Wangen färbte, nicht direkt sehen konnte. "Das war nichts Außergewöhnliches, Auris, belassen wir es einfach dabei. Das hätte jeder andere hier ebenfalls getan." Absolut jeder andere. Und nicht vorher noch darüber nachgedacht, ob es nicht besser wäre, den Lärm einfach zu ignorieren, weil man eben gerade nicht in der Stimmung war, das Schwert zu ziehen. Das machte diese allumfassende Bewunderung, die in seinen Augen lag, nur noch schwerer zu ertragen. Irgendwer würde schon damit umgehen können, wenn sie ihn... wunderbar, jetzt dachte sie schon wieder darüber nach, wie sie sich dieser Sache so schnell, wie es eben ging, entledigen konnte.

Ein tonloser Seufzer hallte in ihrem Kopf wieder. Das war nicht sie hier, das war nicht ihre Art und das war etwas, wofür sie beginnen sollte, sich ganz unglaublich zu schämen. Wirklich. Alleine schon deswegen würde sie ihm sich persönlich annehmen, bis sie wussten, wohin er gehörte. Und ein Wort, das man gab, selbst, wenn es nur an einen selbst gerichtet war, das brach man nicht.
"Du hast dich mit dem Dolch nicht schlecht geschlagen, scheint mir." Genau. Lob für ihn, weg von der eigenen Unfähigkeit. Und Lob war etwas, das sie eigentlich nicht gerade mit beiden Händen verteilte, ein Lied, das die Knappen mehrstimmig leidvoll singen konnten.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mo Feb 22, 2010 2:26 am

"Naja, aber du hast es immerhin getan.." rechtfertigte er dennoch seine Dankbarkeit, denn für Fynn konnte es tausendmal alltäglich sein, Leute vor dem sicheren Tod zu retten - aber für Auris war es das nun einmal nicht und deshalb war er ihr weiterhin dankbar. Die Hintergründe konnte er ja nicht wissen und nach allem, was er gesehen und erlebt hatte, war sie für ihn schon beinahe ein Vorbild.

Er vermied es jedoch, sich zu ihr umzudrehen, während sie liefen, also blieb ihr sein Blick vorerst erspart.
So ging es einen Moment lang schweigend weiter, bis sie wieder die Stimme anhob und er sich die Worte noch ein zweites Mal im Kopf wiederholen musste, um sicherzugehen, dass die Kämpferin, die den Werwolf mit einem Hieb niedergestreckt hatte, ihn gerade gelobt hatte für sein hilfloses Gefuchtel!
Und nun war es der Junge, der dankbar dafür war, dass sie sein Gesicht nicht sah, dessen Wangen ein Rosaschimmer zierte.
"Euer Urteil ehrt mich, ich bin damit zwar die Ausnahme in meiner Familie, aber ich übe mich in Selbstverteidigung... Allerdings bin ich längst nicht so gut wie ihr." gestand er ein. Es gab eine Menge, die er von ihr lernen konnte. Ob sie wohl bereit wäre, ihr Wissen mit ihm zu teilen, wenn sie ihn schon gelobt hatte?
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mo Feb 22, 2010 2:38 am

"Es war meine Pflicht, Auris, nichts weiter. Ein Templer ist dazu angehalten, solche Kreaturen zu töten und die Leben derer, die unschuldig sind, mit dem eigenen Schwert zu verteidigen, ganz gleich, wie es auch aussehen mag." Oh, das war nahezu eins zu eins aus dem Kodex übernommen. Erschreckend, wie sehr solche Dinge es schafften, in Fleisch und Blut überzugehen. Aber mit Sicherheit würde jeder von ihnen es auswendig können. Absolut jeder.

Wunderbar, es ging doch ganz einfach, das Thema zu wechseln, ganz einfach, etwas mehr über ihn zu erfahren und dabei das eigene, innere Gleichgewicht wieder zu erlangen. Diese Erkenntnis verlieh ihren Schritten fast etwas federndes, sehr, sehr zufriedenes. "Der Rest deiner Familie scheint mir also eher sehr ungeübt im Umgang mit Waffen zu sein, mh?" Die Ausnahme? Aber gut, im Anbetracht seiner Kleidung und wie der Stoff sich unter ihrer Hand anfühlte - teuer - war es nicht sonderlich verwunderlich. Woher er auch immer stammen mochte.
Sie lachte leise auf, nur ehrlich amüsiert, ohne wirklich Spott damit zeigen zu wollen. "Nun, ich müsste lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass ich doch hoffe, dass du noch schlechter bist als ich, da ich glaube, dass zwischen mir und dir eine Unmenge an Stunden der Übung liegt." Bei Gott, sie wurden mit dem Schwert in der Hand großgezogen, sie hätte in Grund und Boden sinken müssen, wenn der Junge sie hier übertrumpft hätte. Wirklich. "Aber es gibt nichts, was man dir nicht lehren könnte, falls du gewillt bist, diese Sache auf dich zu nehmen." Er würde untergehen in den Reihen ihrer Knappen, die alle deutlich weiter waren als er. Außer denen, die viel jünger waren. Aber solche Dinge bildeten den Charakter, nicht wahr?
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mo Feb 22, 2010 3:23 am

Das Grinsen in seinem Gesicht wurde mit jedem Wort breiter, das sie sprach.
Dieser Kodex berührte ihn wirklich, es waren edle Worte, die zu edlen Taten führten und für ihn erstrebenswert waren.
Auris wollte noch etwas anderes kennen lernen als nur Bankettsääle, Hallen und Gemächer! Er wollte wissen, wie die Welt funktionierte, in der er lebte und wie er sie mit Herz und Hand verteidigen konnte.
Denn wie sollte er sein Land eines Tages verteidigen, wenn er sich selbst nichtmal verteidigen konnte?

"Der Rest meiner Familie ist... adlig, ja. Sie kämpfen nicht. Nicht einmal Vater, er hat sich dem Schutz seines Reiches verschrieben, aber mehr auf politische Weise, in Viridian herrscht Frieden zurzeit. Aber vor meiner Geburt sind wir oft von Dämonenheeren Angegriffen worden.
Zugegeben, ich hätte nicht gedacht, dass so weit im Süden noch Menschen leben können. Es muss sehr hart sein, das erklärt mir einiges..." nickte Auris, während er weiter von sich erzählte.
"Wollt ihr damit sagen, ich könnte bei euch mehr über die Kampfkunst lernen? Ihr würdet mich unterweisen?" fragte er hoffnungsvoll und nun blickte er sich doch zu Fynn um.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mo Feb 22, 2010 3:36 am

Eine Familie, in der wirklich niemand wusste, wie man ein Schwert führte und sich der eigenen Haut erwehrte? Gott, davon hatte sie in ihrem ganzen Leben wirklich nichts gehört. Selbst unter den Bürgerlichen bei ihnen war mindestens ein lebendes Mitglied der Familie im Orden. Mindestens. Schwertschwielen an den Händen und die Narben, die man davon trug, weil man eine Waffe bei sich führte, gehörten dazu, nur die Wenigsten waren ungezeichnet. Politik. Was für Sinn hätte es, mit Dämonen zu sprechen? Rein gar nichts, das Einzige, was mit ihren Zungen getan werden musste, war, sie auszureißen und mit dem Absatz zu zertreten, ehe man den Rest des Körpers ebenfalls zermalmte, bevor er noch mehr Unheil anrichten konnte.

Also wirklich ein Land überhalb des Waldes. Nicht nur noch mehr Dämonen, sondern wirklich Menschen. Auf eine wehmütige Art und Weise stimmte es sie glücklich, auch, wenn die Frage blieb, warum sie es dann nie gewagt hatten, weiter vorzustoßen, obgleich die Antwort klar auf der Hand lag: dafür hatten sie niemanden. Niemanden, der entbehrt werden konnte, sie waren doch so bereits zu wenige. Da schickte man nicht einfach Leute auf ein Himmelfahrtskommando in eine Welt, die man nicht kannte. Aber vielleicht war... jetzt doch die Zeit. Falls er nicht ein vollkommen verwirrter Junge war, der nicht wusste, was er brabbelte.

"Wir befinden uns in einem ständigen Kampf gegen sie." Gesicht und Tonfall nahmen harte Züge an. "Wir sind zu wenige, um sie vollkommen zu vernichten aber noch zu viele, um vollkommen von ihnen überrannt zu werden." Nicht, dass sie es nicht versuchen würden. Und nichts, womit sie ihn ängstigen sollte. "Dein Vater ist also ein großer Politiker, ja? Nun, dazu gehört auch einiges an Führungskraft, das ist nicht zu unterschätzen." Wenn es denn wirklich half.
"Was?" Gut, das kam jetzt überraschend, wirklich, wirklich überraschend. "Äh... bei mir?" Ha, so viel zu dem Wort an sich selbst... Fynn fluchte lautlos, die Lippen verzogen sich zu einem verkrampften Lächeln. "Möglicherweise sicher, aber ich denke, das sollten wir erst zu einem späteren Zeitpunkt überdenken, ich glaube, du hast andere Sorgen." Ganz andere.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mo Feb 22, 2010 11:34 pm

Auf seine letzten Worte hin, war Fynn zunächst eine Weile sehr nachdenklich geworden, was die Neugier in ihm weckte. Was dachte sie wohl darüber, wer er war? Hoffentlich fing sie nicht gleich wie jeder andere an, ihn wie einen Prinzen - sprich: wie ein rohes Ei - zu behandeln und ihm zu erklären, dass Kämpfen lernen an sich nichts schlechtes war, aber ein Prinz dafür seine Garde hatte und das viel zu gefährlich sei!
Er seufzte gedanklich und machte sich schon in Abwehrhaltung bereit, diesen Schmarrn zum wiederholten Male zu hören zu bekommen.

Doch zunächst einmal folgte eine interessante Beschreibung ihrer Lebensumstände hier, der er gespannt zuhörte.
Dann kam aber doch die Ernüchterung, denn Auris war gut darin, aus der Stimme eines Kriegers herauszuhören, dass er kein Interesse hatte, ihm wahrhaftig etwas beizubringen.
"Ja..." antwortete er knapp und seine Stimme wirkte dabei leicht desillusioniert, "..wahrscheinlich habe ich die."
Der spätere Zeitpunkt würde dann wieder und wieder aufgeschoben, bis sie, wie alle anderen vor ihr, wahrscheinlich hoffte, dass er sie vergaß, sobald er nach Hause zurück kehrte.
Den Rest des Weges zur Siedlung blieb er still und ließ sich von ihr führen, hörte ihren Worten zu, wenn sie noch etwas sagte, aber entgegnete ihr nicht mehr viel.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mo Feb 22, 2010 11:54 pm

Sie hatte es also geschafft, einen jungen, aufstrebenden Krieger regelrecht in Grund und Boden zu treten. Applaus und Gesang bitte, das hatte doch so etwas absolut verdient. Gott, wer war sie gerade? Unter anderen Umständen hätte sie mit Feuereifer reagiert und jetzt...
Mit einem tiefen Seufzen, das nun wirklich laut kam, packte sie ihn an den Schultern, drehte ihn zu sich um und sah ihn ernst an. "Auris. Hier und jetzt müssen wir uns dem Problem annehmen, wie du an den Ort zurück kommst, von dem du behauptest, zu kommen. Wir müssen deine Familie und die, die mit dir reisen oder bereits nach dir suchen, finden und sicher stellen, dass du dort bist, wo du hingehörst. Und wenn das getan ist oder wir uns an einer Stelle befinden, an der wir erst einmal nur noch warten können, da andere ihren Zug machen müssen, dann werden wir sehen, was wir mit deiner Ausbildung machen. Denn wenn du es dann immer noch willst und bereit bist, dich den Unannehmlichkeiten zu unterwerfen, die das Leben eines Kriegers mit sich bringt, dann wird es mir eine Freude und eine Ehre sein, diejenige zu sein, die dir zeigt, wie man kämpft, wie man sich verteidigt und was die Seele eines Ritters an Weisheit zu vermitteln wissen muss." Einen Moment Pause, in dem sie seine Schultern fest drückte. "Und sollte es mir nicht möglich sein, dieses Versprechen dir gegenüber einzuhalten, dann wird es meine Aufgabe sein, jemanden zu finden, der diese Pflicht übernimmt." Srapch's und versetzte ihm einen leichten Klaps. "Und jetzt hör auf mich anzusehen, als hätte ich dir etwas weggenommen, dass dir lieb und teuer war." Das war ja nicht auszuhalten.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Di Feb 23, 2010 5:32 pm

Und genauso, wie Fynns Worte die Macht hatten, ihn zu desillusionieren, so gut verstand sie es auch, ihn sehr schnell wieder zu motivieren, was Auris einerseits gut und andererseits gefährlich fand.
Es gab dieser Frau Macht über ihn, wie ihm nach diesem kleinen hin und her aufgefallen war und er wusste nicht genau, wie er damit umgehen sollte.
Dennoch existierte in ihm nach wie vor der Wunsch, die Weisheit eines Ritters zu erlangen und zu lernen, wie man kämpfte, um sich und seine Lieben zu verteidigen. Er konnte sich diesbezüglich gut vorstellen, wie Fynn sich fühlen musste, wenn sie ihre Heimat vor den Dämonen verteidigte, denn auch Auris würde alles dafür tun, dass Leef und seiner Heimat kein Leid geschah.

Erst als sie ihm den Klaps versetzte, erwachte er aus seinen Gedanken und realisierte, dass sie ihn ja festgehalten hatte, was er sonst eigentlich nicht mochte - besonders nicht von Fremden, doch war sie das noch für ihn?
Er nickte Fynn zu und seine Augen funkelten voller Eifer. Man konnte die Träume und Ideale darin beinahe schon sehen, als er ihr antwortete.
"Danke Fynn, ich nehme dich beim Wort!"
Konnte man hier schon von einer bestehenden Freundschaft sprechen? In jedem Fall vertraute er Fynn soweit, dass er nicht vermutete, sie würde nach der nächsten Wegebiegung auf ihn losgehen und immerhin hatte sie vorhin sein Leben gerettet! War das nicht Grund genug, ihr zu vertrauen?
Dennoch, er war hier allein in einem Gebiet weit von zuhause entfernt und sein Vater und Leef würden sich bald sicher große Sorgen um ihn machen. Er hoffte, dass das Aufeinandertreffen von Fynn und seinem Vater nicht in einem Missverständnis enden würde, wenn er einfach so auftauchte, wie er es häufiger zu tun pflegte. Denn er traute Fynn durchaus den Reflex zu, ihr Schwert zu ziehen, wenn vor ihr plötzlich ein weiter Magier stand.
Oh weh, da hatte er sich nun in etwas reingeritten... Auris hatte sich angewöhnt, neuen Bekanntschaften zu verschweigen, dass er Kronprinz war, um sich einige Dinge zu erleichtern. Denn kein Stallbursche würde einen Stabkampf mit dem Thronfolger beginnen, schon rein aus Respekt und Angst vor Konsequenzen, falls er ihn verletzte. Auris hasste es, derart in Watte gepackt zu werden!
Hier außerhalb Viridians schien dies zwar ein geringeres Problem zu sein, da er wenigstens nicht ihr Kronprinz war, aber egal wo er auch hinkam, das Dreigestirn war auf der ganzen Welt ein Begriff und als Sohn eines Dreigestirnes - egal welches - würde man sich nicht an ihn heranwagen. Deshalb hatte er Fynn auch strikt verschwiegen, wer sein Vater war - abgesehen von einem Politiker. Doch was, wenn er nun aus dem Nichts hier bei ihm auftauchte?
Eine komplizierte Situation...
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Fynn
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Di Feb 23, 2010 5:47 pm

Wunderbar, da hatte sie ihn doch schon wieder genau so, wie er vor wenigen Augenblicken noch gewesen war. Und anders sollte er sie auch niemals wieder ansehen, denn es waren genau diese Wünsche und Sehnsüchte, die einen Menschen am Leben erhielten. Das, woran man sich klammerte, wenn es schien, als würde es keinen Schritt mehr weiter gehen. Und scheinbar machte ihn das auch noch so euphorisch, dass er die Höflichkeit zur Seite warf und zu einer deutlich vertrauteren Form überging. Eigentlich hätte sie ihn rügen müssen, aber im Moment würde ihn das sicherlich nur wieder zurückwerfen. Jetzt und hier war es in Ordnung. "Gut. Dann dürften wir beide jetzt ja im Geschäft sein." Und er sollte es nicht wagen, einen Rückzieher zu machen, wenn er den Staub unter seinen Füßen kennenlernte. Denn darin verbrachte man gerade am Anfang deutlich mehr Zeit, als es einem lieb war.

Die Sache beendet, drehte sie ihn einfach wieder um und schob ihn weiter. Es war noch ein gutes Stück, ein weites Stück und sie sollten nicht zu lange an einem Ort bleiben. Denn es mochten vielleicht ihre überreizten Gedanken sein, aber ihr war, als hörte sie es knacken. Neben ihnen. Hinter ihnen. Laut und deutlich, auch, wenn nichts aus dem Gebüsch brach. "Wir sollten ein wenig schneller werden, Auris."
Sie wollte hier noch noch einen Kampf ausfechten, wirklich nicht. Es war eine Sache, hinter ihm aufzutauchen und eine Bestie zu erledigen, die sich vollkommen auf ihn konzentriert hatte, aber eine ganz andere, vor ihm zu stehen und ihn zu decken, nicht wissend, ob nicht auch hinter dem Jungen noch etwas aus dem Unterholz sprang, um ihn direkt vor ihrer Nase in Stücke zu reißen. Schon alleine, weil sie nicht einschätzen konnte, wie er reagieren würde. Und unsichere Variablen in einem Gefecht waren die, die einem am Ende das Genick brachen. Wortwörtlich, wenn es dumm lief.

Gerade wollte sie ihn anweisen, die Füße in die Hand zu nehmen und einfach weiter in die Richtung zu laufen, in die sie gerade gingen, als das Knacken lauter wurde und irgendetwas links neben ihnen auf Kopfhöhe erschien. Sie schrie auf, bereit, das Schwert auf der Stelle zu ziehen, bis sie erkannte, was es war, dass jetzt auf dem Waldboden saß, den Kopf leicht schräg gelegt, sie beide erwartungsvoll anblickend.
Ein Rabe.
Ein verdammter, grauer Rabe.
Gut, er war riesig, wenn man bedachte, wie groß sie eigentlich höchstens werden konnten, aber es blieb einfach nur ein Vogel. "Oh Gott." Ein nervöses Lachen begleitete den erleichterten Ausspruch. "Es wird Zeit, dass wir hier wegkommen, Auris, wenn mir jetzt schon Vögel Angst einjagen." Ja verdammt, das taten sie. Ihr Herz pochte schmerzhaft gegen ihre Brust und war noch nicht wirklich bereit, sich zu beruhigen.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Di Feb 23, 2010 8:11 pm

Auris bemerkte diesen unschönen Unterton in Fynns Stimme, der ihn vermuten ließ, dass irgendetwas nicht stimmte, als sie ihn zur Eile anhielt.
Er folgte der Aufforderung ohne zu zögern, immerhin kannte sie sich hier in diesem Gebiet aus und erkannte Gefahren sicher schneller als er. Dann hörte auch Auris das Rascheln um sie herum und versuchte einen Blick darauf zu erhaschen, was sie da beobachtete, verfolgte oder was auch immer. Da war etwas, das spürte er.

Doch dann zeigte sich der Rabe und Auris schnaubte überrascht und amüsiert. Seine Anwesenheit schien ihn im Gegensatz zu Fynn eher zu beruhigen, trotzdem sie sich in diesem gefährlichen Wald befanden.

"Kasai..." sprach Auris das ungewöhnliche Tier an und er schaute zu ihm. "Fynn warte, das ist ein Bote!" sagte er und grübelte darüber nach, warum Arons Rabe ihn gefunden hatte und nicht der seines Vaters. Soweit er wusste, war sein Bote seit Arons Tod sein eigener Herr und führte keine Aufträge mehr aus.
Auris näherte sich vorsichtig und neigte respektvoll den Kopf, bevor er den Arm ausstreckte, um den Boten des grauen Dreigestirns zu streicheln, der sich das auch gefallen ließ.
Immerhin schien Auris aus Sicht des Raben ein Freund seiner neuen Herrin zu sein, was er jedoch nicht ahnen konnte.
"Hab keine Angst Fynn, er ist ein Freund. Aber mich wundert es, dass er hier ist..." klärte er sie auf und musterte den Raben nachdenklich.
"Er trägt keine Nachricht...aber es hätte mich auch gewundert, woher. Merkwürdig... was führt dich hierher?" übrlegte er laut, bevor der Rabe an ihm vorbei auf Fynn zuhüpfte und sein Gefieder schüttelte, bevor er ihr direkt in die Augen sah.
Auris verstand das Ganze gerade nicht mehr.
"Sag mal, kanntest du Aron? Das ist ungewöhnlich für einen Boten des Dreigesirns..."
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Di Feb 23, 2010 11:04 pm

Hervorragend, das Ding hatte also einen Namen und ihr neuer Begleiter kannte den auch noch. Nicht zwingend Umstände, die sie dazu bringen konnten, begeistert in die Hände zu klatschen und sich wie ein Kind zu freuen. Nein, es weckte die gesunde Skepsis in ihr wieder. "Ein Bote?" War klar. Logisch. Es gab sicherlich genug Leute, die übergroße Raben, die dazu noch eine außerordentlich eigenartige Farbe - nämlich grau - hatten, dazu zu nutzen, Botschaften an vollkommen entlegene Orte zu schicken. Sicher. Absolut alltäglich und wirklich ganz normal.
Eigentlich hatte sie ihn davon abhalten wollen, das Tier anzufassen - man wusste nie, worauf das am Ende rauslief - aber es schien vollkommen überzogen zu sein, schon alleine, weil die beiden sich... kannten. Wenn man das denn so nennen konnte.

"Ein Freund." Klar. Fügte sich total stimmig in den bunten Reigen von eigenartiger Farbe, seltsamen Namen und unüblicher Größe ein. So betrachtet, gab es wirklich Sinn. "Ah, dich wundert, dass er hier ist?" Ja. Richtig. Wie eigenartig. Diese Anwesenheit. Man mochte entschuldigen, dass sie das gerade nicht aus der gleichen Sicht wie der Junge sehen konnte und der Zynismus nun doch ein bisschen die Überhand gewann.

Als das Vieh auf sie zusprang, wich sie automatisch einen Schritt zurück, nur, um den sicheren Abstand, den sie bis gerade voneinander gehabt hatten, aufrechtzuerhalten. Schon alleine, weil ihr die Art, wie der Vogel sie ansah, unglaublich unangenehm war. Als würde er sie kennen. Als würde er etwas von ihr erwarten und auch ganz genau wissen, was es war, dass sie tun sollte. Nur, dass sie nicht den Hauch einer Ahnung hatte, was es war. Und eine leise Stimme in ihrem Hinterkopf auch ganz vehement darauf bestand, dass sie es gar nicht wissen wollte.
"Aron? Nein, nie gehört." Ohne zu zögern, das war niemand, den sie jemals getroffen hatte. Oder kannte. "Was ist ein Dreigestirn?" Huh, damit waren sie wieder in der Phase, in der das Kind mit Wörtern um sich warf, die ihr rein gar nichst sagten. Absolut. Nichts. "Wovon sprichst du bitte?"
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mi Feb 24, 2010 1:57 am

Ihre ersten Anmerkungen, in denen sie nur das wiederholte, was er zuvor gesagt hatte, ignorierte er och relativ, aber das, was darauf folgte, ließ ihm beinahe die Kinnlade herunterfallen.
"Aron war das letzte graue Dreigestirn - Kasais Herr." versuchte er zu erklären und sah sie dann skeptisch an.
"Dass du nicht weißt, was ein Dreigestirn ist, ist ein Scherz, oder?" er musterte Fynn genau und versuchte, aus ihrer Miene und ihrem verhalten schlau zu werden. Allem Anschein nach, waren ihr sämtliche Begriffe aus der nördlichen Hemisphäre Fantasias völlig unbekannt.

"Also... gut." begann er und versuchte, es möglichst ganz einfach darzustellen. "Das Dreigestirn steht für die drei Gesinnungsrichtungen der Magie, also schwarz, weiß und grau, und besteht aus den drei stärksten Magiern der jeweiligen Disziplin. Aron war einer davon und ist vor einiger Zeit gestorben. Sein Bote hat seinen Herren verloren..." erklärte er langsam und sah wie gebannt zu, wie der Rabe sich Fynn vorsichtig und treu annähern wollte, woraufhin sie ihm jedoch immer wieder auswich.
"Im Norden haben wir viel mit Magie zu tun, ihr hier garnicht?" fragte er langsam.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mi Feb 24, 2010 2:42 am

Sie unterließ es, ihm zu erklären, dass es nicht viel zum Verständnis beitrug, wenn er einfach nur all die Sachen, die sie nicht kannte oder nicht verstanden hatte, in einen Satz zu packen, um sie damit komplett zu erklären. Das war... wenig hilfreich, wirklich wenig hilfreich und genau so sah sie ihn an, als sie die Arme vor der Brust verschränkte, die rechte Augenbraue skeptisch nach oben gezogen.
"Nein, warum sollte ich darüber Witze machen?" Sah sie aus, als würde sie Witze machen? Wenn ja, dann würde sie über ihr Auftreten der Welt allgemein wirklich stark nachdenken müssen.

Und als er begann, ihr die Sache zu erklären, wünschte sie sich wirklich, er hätte es nicht getan, denn von Wort zu Wort wurden ihre Lippen schmaler und die Miene finsterer. "Ich wüsste nicht, was einer der mächtigsten Magier" Das letzte Wort spieh sie regelrecht aus, als wäre es nichts weiter als eine unfassbare Beleidigung. "deiner Welt von mir wollen würde." Bei Gott, doch, sie konnte es sich vorstellen, aber er war tot, damit konnte er nicht von ihr wissen. Und warum sollten sich die Menschen dort für das wenige interessieren, dass sie konnte? Schließlich waren sie für den Norden doch sicherlich genau so unbekannt, wie der Norden es für sie war. Das hatte rein gar nichts damit zu tun. Ende.
"Magie ist etwas, das vernichtet werden muss." Die schlanken Finger der jungen Frau umschlossen fest die eigenen Oberarme, ehe sie weitersprach, die Stimme kalt, die Miene steinern. "Sie ist widernatürlich, dunkel und tödlich, nur Wesen, die von Grund auf verdorben sind, bedienen sich ihrer und wenn sie das tun, dann nur, um anderen Leid zuzufügen oder ihre eigene Macht zu nähren, was am Ende das Leben von Unschuldigen kosten würde. Wäre hier ein Magier aufgetaucht, hätten wir ihn umgebracht. Ohne Ausnahme, ohne ihn anzuhören, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Kein magiebegabtes Wesen dieser Welt hat es verdient, zu leben."

Was war sie doch für eine verdammte Heuchlerin, aber sie hatte es sich doch auch nicht ausgesucht. Am Ende war es nur eine Strafe, irgendein Trick einer dunklen Brut, um die Reihen der Templer zu schwächen. Und ihr Herz war rein, sie strebte nicht nach Macht, nicht nach Vernichtung, nur derer, die vernichtet werden mussten. Und sollte sich das je ändern, würde sie ihrem Leben eigenhändig ein Ende setzen, ehe es zu spät war. Sie durfte so sprechen.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   So Feb 28, 2010 11:58 pm

Er konnte sich nicht helfen, aber seine anfangs scheinbar so mächtige und unnahbare Lebensretterin wirkte etwas verstört.

Kurz darauf schluckte Auris auch schon, als sie ihm erklärte - oder vielmehr herbetete - dass sie nichts mit Magiern zu schaffen hatte und wiederholte, dass Magie in jeglicher Form zu vernichten sei.
"Du weißt nicht viel über Magie... oder Fynn?" fragte er ruhig, wenn auch etwas zögerlich, weil er ihr ja nicht unterstellen wollte, ungebildet zu sein.
"Widernatürlich? Magie wurde aus der Natur geboren, hat Aron immer gesagt. Ihr Ursprung war die Natur selbst, woher sonst soll sie gekommen sein? Etwa vom Himmel gefallen?
Fynn, du redest über schwarze Magie, die ist tatsächlich böse und gehört bekämpft, aber es gibt Zauber, die niemandem Schaden zufügen, im Gegenteil!
Weißt du, mein Va-.." Gerade noch gerettet! Wobei die Rettung vielleicht auch ein weiterer Keil war, der sich zwischen die noch lose Bekanntschaft der beiden trieb, als ein weiterer großer Rabe - diesmal ganz in weiß - vor ihm landete und diesmal auf Auris fixiert zu sein schien.
"Sireon... mir geht's gut, Fynn hat mich gerettet, flieg zu Papa und sag ihm das!" sagte er und da es sich scheinbar nicht mit dem eigentlichen Auftrag des Boten überschnitt, gehorchte er sogar und brach auf der Stelle seinen Rückflug an.
Auris wandte sich wieder Fynn zu.
"Du liegst falsch, wenn du behauptest, Wesen, die Magie nutzten, seien verdorben!" widersprech er ihr beständig und trat etwas näher auf sie zu. Irgendetwas an ihr war tatsächlich merkwürdig, war das der Grund, warum Kasai sich für sie zu interessieren schien?
Er schüttelte den Kopf.
"Nein Fynn, Magieanwender sind nicht immer böse - du bist doch auch nicht böse!" lächelte er dann und sah sie völlig überzeugt an. Das Schlimme für sie war vielleicht, dass sein Blick deutlich von Erfahrung sprach, er wusste tatsächlich mehr darüber als sie und versuchte, ihr unvollständiges Weltbild zu komplettieren.
"Oder wirst du etwa von deinesgleichen verfolgt? Brauchst du Hilfe?" fragte er, was schon nach einem Angebot klang, zu dem er auch stehen würde.
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BeitragThema: Re: Wanderpfade   Mo März 01, 2010 3:00 pm

Der erste Teil ihrer Antwort bestand nur aus einem leichten Knacken mit dem Genick, als sie den Kopf leicht zur Seite neigte, ehe sie ihn mit einem Blick, der keinerlei Freundlichkeit mehr ausstrahlte, fixierte, mit Sicherheit nicht unähnlich jenem, mit dem der Werwolf ihn vorhin bedacht hatte.
"Was auch immer Aron gesagt hat, ist nichts weiter, als eine Lüge.", erwiderte sie scharf, langsam auf den Jungen zutretend, der Vogel war ihr mittlerweile vollkommen egal. Sie hätte dem schlechten Gefühl, das kurz aufgetreten war, doch nachgeben sollen. Nichts weiter als eine hübsche, harmlose Hülle doch dahinter verbarg sich eine lügende, gespaltene Zunge, die in blumige Worte Unwahrheiten einhüllte, die sich in den Geist schleichen und ihn restlos vernebeln sollten. Dumm, dass er sich dafür die falsche Person ausgesucht hatte. Sehr, sehr dumm.

"Magie ruft immer Schaden hervor, ganz gleich, wer sie warum und wofür wirkt. Es ist zu viel Macht in Händen, die sie nicht beherrschen können, es ist die Verdrehung der Naturgesetze und kein Teil davon, es ist verdorben und falsch und wenn es wirklich in einem freundlichen Gewand daher kommt, dann ist es doch von Grund auf verdorben." Wie ein schillernder, roter Apfel, in den man biss und dann das verrottende Innere angewidert auf den Boden spucket. Nichts sonst.

Der weiße Vogel lenkte ihre Aufmerksamkeit für einen Moment auf sich, war interessanter, als den Teilsatz, den er abgebrochen hatte, auch, wenn er sicherlich nicht vergessen war. Leider Gottes war sie nicht schnell genug, um das Vieh einfach umzubringen, ehe es, mit einer Nachricht - die weiß Gott was bedeuten mochte - wieder verschwand. Auch egal, es gab nichts, mit dem sie es nicht aufnehmen konnte, was er auch immer herbeigerufen hatte. Es gab nichts, wovor sie sich fürchtete.

"Ich liege also falsch damit, ja?" Beginnender Hass ließ ihre Stimme vibrieren, aber sie sah es durchaus mit Zufriedenheit, dass er den Fehler beging, auf sie zuzutreten. Wie ein Kaninchen in der Falle, ein Schaf, das zu seiner eigenen Hinrichtung kam. "Was?" Scharf. Schnell. Und dann schloss ihre Recht sich um seinen Kragen, drehte den Stoff hart über seiner Kehle zusammen und sie zog ihn zu sich hoch, so weit, dass er auf die Zehenspitzen gehen musste, aber mit ihr auf einer Augenhöhe war. "Wage es noch einmal, so etwas zu behaupten und ich schwöre, bei allem, was mir heilig ist, ich werde dich zu in Stücken zu deinen Ahnen schicken, so klein, dass sie die Ewigkeit damit zubringen müssen, dich wieder zusammenzusetzen." Furcht und Wut waren ein starker Antrieb und das war es, was durch ihre Adern rauschte, so laut, dass es das lächerliche Angebot aus seinem Mund vollkommen übertönte. Er konnte nichts bemerkt haben, aber bemerkte man die aus den eigenen Reihen nicht immer? Sie würde ihn töten müssen. Sie würde.
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